Dienstag, 30. September 2014

Frohes Fest

Ganz schnell zeige ich euch heute ein weiteres Weihnachtskärtchen, zu dem mich diverse Challenges der letzten Wochen inspiriert haben.
In this rather quick post I show you another christmas card to which I was inspired by various challenges over the last weeks.


Die für den Hintergrund verwendete Schablone und der Schriftzug sind selbsterstellte Cut-Files für die Silhouette. Die Idee für die durch den Kartenrohling gefädelte Zierkordel, habe ich mir bei dieser tollen Karte von Julia von Just One More Card abgeguckt. Falls ihr Julia noch nicht kennt, solltet ihr unbedingt mal auf ihrem Blog vorbeigucken. Sie macht ganz tollte Karten - viele sogar mit Videoanleitung!
The greeting and the stenicl I used for the background are made from cut files I created for my Silhouette. The idea for threading the twine through the card base was taken from this wonderful card made by Julia from Just One More Card. If you don't know Julia yet you should definitely take a look at her blog. She creates fabulous cards - and a lot of them even come with a video tutorial!


Kommt unbedingt auch morgen wieder vorbei. Da zeige ich euch meinen ersten Beitrag für die Stempelküche-Challenge. Wenn ihr sehen wollt, wer meine Designteam-Kolleginnen im Oktober sein werden, dürft ihr auch jetzt schon mal einen Blick auf die Challenge-Blog werfen, dort werden sie heute nämlich alle vorgestellt.
Make sure to visit me again tomorrow, for then I'll show you my first post as a guest designer for the Stempelküche challenge. And if you want to know who'll my team mates for October will be, hop over to the challenge blog where they'll gonna be introduced today.

Challenges:
Keep It Simple: #49 Keine Stempel/No Stamps
Stempelküche-Challenge: #3 Schablonen - das passte so gut, da musste ich unbedingt mitmachen ;)
CAS(E) this Sketch: #94


Cardstock: SU "Savanne", Neenah "Solar White"
Farben: Distress Marker "Picket Fence" 
Silhouette-Cut-File: Streifenschablone und Frohes Fest (jeweils Eigendesign)
Sonstiges: Pailetten, goldene Strukturpate (Lukas), Goldglitter, Twine,

Montag, 29. September 2014

Und noch 'ne Sonnenblume - I did it again

Hach ja, schon wieder eine Sonnenblume. Ich schrieb ja schon am Freitag, dass die es mir in letzter Zeit angetan haben. Noch am selben Tag wollte mir ein netter Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt sogar eine schenken. Dummerweise lief ich da schon mit drei vollbepackten Taschen rum und hätte das schöne Blümchen mit dem gut ein Meter langen Stiel nur noch zwischen die Zähne packen können. Tja, das war mir dann irgendwie doch zu mühselig. Daher musste die Blume leider bleiben, wo sie ist.
Well, yes, another sunflower. I already told you last friday that they are one of my favorites lately. Just the same day a friendly greengrocer at our local farmer's market offered me one for free. Unfotunately, I already carried three heavy shopping bags then, and the only way I could have seized the beautiful flower with it's well one meter long stem would have been with my teeth - which I found a little too arduous at the time. Thus, the flower had to stay where it was.


Glücklicherweise habe ich immer ein paar unkaputtbare Ersatzblumen zu Hause. Mit einer davon habe ich mich am Wochenende an den Basteltisch gesetzt und dieses Kärtchen nach den Vorgaben der aktuellen Fusion-Challenge gewerkelt. Und weil es so gut passt, nehme ich mit meinem Blümchen gleich auch an der derzeitigen Simon-Says-Stamp-Wednesday-Challenge und bei ATSM teil.
Fortunately, I do always have a few everlasting flowers at home. Over the weekend I sat down with one of them at my craft table and made this card for the current Fusion challenge. As it is a good fit for the present challenges at Simon Says Stamp wednesday's blog and ATSM I'll also submit my card there.


Challenges:











Simon Says Stamp Wednesday Challenge: Anything Goes
Addicted to Stamps and More: #114 CAS

Stempel: Lawn Fawn "Our Friendship Grows", Mias Stempelküche "Für liebe Menschen"
Stempelkissen: Versamark, Memento Luxe "Dandilion" und "Morocco"
Cardstock: Fundus, Folio-Fotokarton, Hahnemühle "Bamboo" (Aquarellpapier)
Motivpapier: Echo Park "Yours Truly"
Farben: Tombow-Marker 
Sonstiges: Embossing-Pulver in weiß und clear, selbstgemachte Enamel Dots

Freitag, 26. September 2014

Art Journaling - Eine Sonnenblume

Sonnenblumen haben es mir in letzter Zeit angetan. Nicht nur gestempelt, auch gemalt mag ich sie ganz gerne.
Sunflowers seem to belong to my favorites lately. Not only do I love to stamp them but also sketching them is a lot of fun.


Auf dieser Art-Journal-Seite habe ich Blumen aus einem Strauß verewigt, den ich kürzlich geschenkt bekommen habe.
On this art journal page I immortalized some flowers from a bouquet I've been given as a gift lately.


Die sommerliche Farbkombination hatte es mir einfach angetan.
The summery color combination really intrigued me.


Koloriert habe ich das ganze Ensemble mit Aquarellstiften.
The whole coloring is done with watercolor pencils.


Ich hoffe, die bunten Blümchen und Beeren gefallen euch auch ein wenig.
I hope, you like these colorful flowers and berrys as much as I do.


Ich teile diesen Post bei Dion Diors Friday Sketches und Julie Fei-Fan Balzers Art Journal Every Day
I'm submitting this post to Dion Dior's Friday Sketches and Julie Fei-Fan Balzers Art Journal Every Day.

Farben: Faber Castell Albrecht-Dürer-Aquarellstifte
Papier: Skizzenbuch
Sonstiges: Copic Multiliner

Dienstag, 23. September 2014

All the best - Fußbälle zum Abschied

Nach all den Laberposts der letzten Zeit habe ich heute endlich wieder ein Kärtchen für euch. Letztens stand hier wieder einmal ein Kindergartenabschied an. (Ja, ihr lest richtig, bei uns herrscht derzeit eine ziemliche Personalfluktuation.) Diesmal verließ uns ein FSJler (also eine Hilfskraft im freiwilligen sozialen Jahr). Besonders angetan ist der junge Mann von Fußball, daher hat er von mir diese Fußballkarte bekommen:
After all those babble posts lately I finally have another card for you today. Recently, the time had come for another farewell at my daughter's kindergarten. (Yes, there's a rather huge turnover there at the moment.) This time, a young man who had been in the house for one year doing community service left the institution. As he is a huge soccer fan I made this quick and easy soccer card for him (the German sentiment meaning "all the best"):




Um die Seitenaufteilung vorab klar zu definieren, habe ich das Hauptmotiv, den schwarzen Ball, zuerst gestempelt. Erst danach habe ich die grauen Bälle hinzugefügt. Damit sich der Grußtext deutlich vom Hintergrund abhebt, habe ich ihn mit stark deckender pigmentierter Tinte in kontrastreichem Rot gestempelt. Zum Schluss habe ich mit schwarzem Fineliner schnell noch einen kleinen Rahmen um alles gezogen und das Panel auf einen grauen Kartenrohling aufgeklebt.
To define the layout right away I stamped my focal image, the black ball, first. Only after that I added the grey balls. To make the greeting stand out against the background I stamped it with rather opaque pigment ink in a high-contrast red. To finish the card off, I drew a small frame around my stamped image and stuck the panel onto a grey card base.

Challenge:
Simon Says Stamp Monday Challenge: Stencils & Stamps

Stempel: Stampin' Up "Tor", Mias Stempelküche "Für liebe Menschen"
Stempelkissen: Versafine "Onyx Black", Hero Arts "Soft Granite", Memento Luxe "Love Letter"
Cardstock: Stampin' Up "Flüsterweiß", Aldi
Sonstiges: Copic Multiliner

Freitag, 19. September 2014

Kolorationsmedien - Teil 3: Wasservermalbare Farben

To English readers: In this post I give a brief introduction to various water soluble coloring media. For the time being, I do not intend to translate these article as this would be a very time consuming task. However, should enough readers be interested in a translation, I will consider to do one in the future. That said, please feel free to comment this article if you are interested in reading it in English.
 

Kaum zu glauben, da ist er endlich, der dritte Teil meiner Serie über Kolorationsmedien. Ich gebe zu, es hat lange gedauert, bis ich ihn endlich fertigstellen konnte. Grund dafür ist das Thema selbst, das um einiges komplexer ist, als ich anfänglich gedacht hatte. Eigentlich wollte ich zunächst nur einen Vergleich zwischen der Koloration mit Distress-Farben und Aquarellstiften anstellen, doch bei meinen Recherchen habe ich schnell gemerkt, dass der Markt an wasservermalbaren Kolorationsmedien weitaus mehr Produkte hergibt als diese und dass die auch für Stempler nicht ganz uninteressant sind. Da es mir anfangs sehr schwer fiel, mich in dem großen Produktdschungel zurechtzufinden, habe ich mich entschlossen, keinen direkten Vergleich zwischen den einzelnen Medien anzustellen (was - soviel steht für mich heute fest - ohnehin müßig wäre, da viele der erhältlichen Malmittel ganz eigene Charakteristika haben, die sich nicht ohne Weiteres vergleichen lassen). Vielmehr will ich die jeweiligen Produkte und ihre Eigenschaften vorstellen, damit euch die Wahl des für euch geeigneten Kolorationsmediums vielleicht etwas leichter fällt.

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Klassische Aquarellfarben und Twinkling H2O
Klassische Aquarellfarben sind in Näpfchen (fest) und Tuben (flüssig) erhältlich. Es sind traditionelle Künstlerfarben, die von Stemplern bislang eher selten verwendet werden. Allerdings schält sich seit einigen Monaten in der Welt der Scrapbooking- und Kartenbastelwelt ein Trend zum Aquarellstil heraus, der inzwischen auch Stempler verstärkt zu Aquarellfarben greifen lässt. Zur Koloration von Stempelmotiven oder zur Hintergrundgestaltung eignen sie sich auf jeden Fall ebenso gut wie alle anderen hier vorgestellten wasserlöslichen Malmittel. Sehr vorteilhaft bei hochwertigen Künstleraquarellfarben ist die hohe Lichtbeständigkeit, die bei Tinten auf Wasserbasis nicht gegeben ist.


Aquarellfarbkasten von Schmincke mit 48 halben Näpfchen

Handgefertigte Farbkarte zum oben gezeigten Aquarellfarbkasten

Twinkling H2Os ähneln klassischen Aquarellfarben insofern, als dass sie ebenfalls in Näpfchen und in zwei verschiedenen Größen (5ml und 10ml) angeboten werden. Hersteller ist das amerikanische Unternehmen Luminarte/Dreaming In Color. Derzeit sind über 200 Einzelfarben erhältlich. Warum so viele, fragt man sich, gerade auch wenn man weiß, dass ein traditioneller Aquarellfarbenhersteller wie Schmincke "gerade mal" 110 Farbtöne in seiner Premium-Serie Horadam-Aquarell anbietet, bei deren geballtem Anblick man nicht den Eindruck hat, als würden wichtige Nuancen fehlen. Die Antwort liefert der entscheidende und namensgebende Bestandteil der Twinklings: Mikro-Glitter. Auch dieser Glitter ist in verschiedenen Nuancen erhältlich, einmal glimmert er bläulich silber, einmal rötlich gold, ein anderes Mal grünlich bronzefarben usw. So lassen sich mit seiner Hilfe aus einem Grundfarbton durchaus drei oder mehr verschiedene Twinklings herstellen.

Meine Twinkling-Aufbewahrung nach einer Idee von Katharina Frei

Übrigens: Wer einen Aquarellkasten sein eigen nennt und keine Lust hat, eigens in Twinklings zu investieren, kann mithilfe von Effektmalmitteln wie "Aqua shine" von Schmincke oder dem "Irisierenden Malmittel" von Windsor & Newton, seine "langweiligen" Aquarellfarben in Glimmerfarben verwandeln.

Detailaufnahme aus einer meiner Aquarellskizzen, koloriert mit Twinklings.

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Aquarellstifte
Aquarellstifte werden in der Stempel- und Scrapbookwelt häufiger zum Kolorieren verwendet. Am weitesten verbreitet und in Deutschland wohl am leichtesten erhältlich sind die Albrecht-Dürer-Aquarellstifte von Faber Castell. Wie die Polychromos, die ölbasierten Künstlerfarbstifte von Faber Castell, sind sie in 120 Farbtönen erhältlich, die kaum einen Farbwunsch offen lassen. Andere hochwertige Aquarellstifte werden z.B. von dem Schweizer Unternehmen Caran D'Ache oder vom britischen Hersteller Derwent produziert.
Anwenden lassen sich die Stifte auf unterschiedliche Weise. Entweder man koloriert sein Motiv damit ganz klassisch wie mit handelsüblichen Farbstiften und vermalt diese Koloration anschließend mit Wasser. Oder aber man nimmt die Farbe mit einem feuchten Pinsel direkt von der Miene auf und koloriert sein Motiv dann mit dem Pinsel. Sicher gibt es darüber hinaus noch diverse andere Techniken mit Aquarellstiften (so kann man sie etwa auch zum Vorzeichnen einer Aquarellskizze verwenden, deren Umrisse nach dem Vermalen mit Wasser nicht mehr sichtbar sein sollen), aber zur Koloration von Stempelmotiven sind diese beiden wohl die wichtigsten.

Albrecht-Dürer-Aquarellstifte von Faber Castell

Eine meiner Art-Journal-Seiten, die ich
mit Aquarellstiften gestaltet habe.

Eine Besonderheit unter den wasserlöslichen Farbstiften sind die in 72 Farbtönen erhältlichen Inktense-Stifte von Derwent. Im Vergleich zu handelsüblichen Aquarellstiften sind sie ungemein farbintensiv, und obschon man mit ihnen wie mit klassischen Aquarellstiften auch trocken kolorieren kann, kommt ihr wahres Potential erst beim Kontakt mit Wasser zum Vorschein. Einmal nass geworden, explodieren die Farben förmlich und beginnen regelrecht zu leuchten. Anders als klassische Aquarellfarben sind Inktense-Farben nach dem Trocknen permanent, d.h. sie lassen sich nass übermalen, ohne wieder angelöst zu werden. Wer auf kräftige, strahlende Farben steht, ist mit diesen Stiften definitiv gut bedient. Ein häufiger Nachteil für viele Anfänger ist ein fehlender Hautton in der Inktense-Palette, doch wer sich ein bisschen mit Farbtheorie auskennt, kann sich mit den vorhandenen Stiften leicht einen eigenen Hautton zusammenmischen, wie Becky Hetherington in diesem Tutorial zeigt.

Inktense-Aquarellstifte von Derwent

Dass sich mit Inktense-Stiften durchaus auch zarte Kolorationen zaubern lassen, beweist auch Therese Calvird auf ihrem Blog Lostinpaper am Beispiel dieser Karte.

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Distress-Farben
Die klassischen Distress-Farben von Ranger/Tim Holtz haben ein derart vielfältiges Anwendungsspektrum, dass man etliche Posts mit tollen Tipps zu ihrer Verwendung füllen könnte. Diese alle aufzulisten und zu erörtern würde den Rahmen dieses Posts jedoch mehr als sprengen, daher kann ich jedem, der sich für diese Farben interessiert, nur empfehlen, sich eine große Kanne Kaffee zu kochen, die einschlägigen Suchmaschinen nach der Verwendung von Distress Inks zu befragen und sich auf mehrere durchwachte Nächte einzustellen. Ich möchte hier nur kurz die wohl herausragendste Eigenschaft dieser außergewöhnlichen Stempelfarben erläutern: ihre Wasserlöslichkeit. Natürlich sind alle auf Wasserbasis produzierten Stempelfarben mehr oder weniger wasserlöslich, aber die Pigmente in den derzeit in 48 Farbtönen erhältlichen Distress Inks reagieren bei der Berührung mit Wasser so intensiv, dass selbiges sie regelrecht aus dem Papier herauszusaugen scheint und die Farbe an den Stellen, wo sie mit Wasser in Berührung kommt, intensiv aufhellt. Dadurch lassen sich mithilfe diverser kreativer Techniken ganz individuelle Muster und Strukturen gestalten.

Diverse Distress-Produkte von Ranger (v.l.n.r.): Ink (Stempelkissen), Paint (Acrylfarbe),
Re-Inker (Stempelkissen-Nachfüller) und Stain.

Die Re-Inker (die Nachfüller für die Stempelkissen) oder die auf einen nichtporösen Untergrund aufgebrachte Farbe aus den Stempelkissen lässt sich hervorragend für Aquarellkolorationen verwenden. Dabei ist zu beachten, dass die reinen Distress-Farben hoch konzentriert sind und man für zarte Kolorationen im Stil von Camilla Bakke oder Diana Adamski (die als langjähriger Copic-Fan seit Kurzem auch wunderschöne Distress-Kolorationen vorlegt) nur wenige Tropfen von den einzelnen Farben benötigt.



Spezialpalette von Ranger zur Verwendung von Distress Re-Inkern als Kolorationsmedium.

So sieht die Palette geöffnet aus. Rechts seht ihr die Farbproben zu
den in den linken Näpfchen befindlichen Farben.

"Barrow of Presents" von Wild Rose Studio -
koloriert mit Distress Re-Inkern

Wer Distress-Farben lieber zum großflächigen Arbeiten verwenden möchte, könnte mit den in 52 Farbtönen erhältlichen Distress Stains besser bedient sein als mit den klassischen Inks. Bei den Stains handelt es sich um geringer konzentrierte Versionen der Inks, die sich jedoch durch dieselben Eigenschaften auszeichnen wie die klassischen Stempelfarben. Dadurch, dass sie geringer konzentriert sind, ermöglichen sie einen konsistenteren Farbauftrag auf größeren Flächen. Der ließe sich zwar auch mit verdünnten Inks erreichen, die jedoch verlieren durch das Verdünnen mit Wasser die für sie typische Reaktionsfähigkeit mit diesem Element, sodass all die Techniken, für die die Inks so berühmt sind, damit nur noch bedingt durchgeführt werden können. Das ist bei den Stains nicht der Fall. Sie zeichnen sich bei geringerer Farbkonzentration durch eine ebenso hohe Reaktionsfähigkeit mit Wasser aus wie die Inks.

Ein Sonderfall im Bereich der wasserlöslichen Kolorationsmedien sind die Distress Paints (ebenfalls in 52 Fartönen erhältlich). Es handelt sich hierbei um Acrylfarben, die - einmal getrocknet - dieselben Eigenschaften aufweisen wie andere handelsübliche Acrylfarben auch. So lassen sie sich beispielsweise durch lasierende Farben, wie Stempeltinten, nicht übermalen, während sie selbst deckende Eigenschaften besitzen. Im noch flüssigen Zustand stehen die Paints allerdings ganz in der Tradition der anderen hier vorgestellten Distress-Produkte und reagieren im Gegensatz zu handelsüblichen Acrylfarben stark auf den Kontakt mit Wasser, sodass sich mit ihnen ähnliche Effekte erzielen lassen wie mit Distress Inks oder Stains - eben nur auf Basis einer Acrylfarbe.

Kleine Mixed-Media-Leinwand. Der Hintergrund
wurde mit Distress Paints gestaltet.

Ein Nachteil der Distress-Farben - zumindest der Inks, Re-Inker und Stains - ist die vergleichsweise geringe Lichtechtheit, die für alle tintenbasierten Stempelfarben (dye inks) gilt. In dieser Hinsicht sind ihnen viele der anderen hier vorgestellten Kolorationsmedien (mit Ausname der Marker, auf die ich weiter unten eingehe) sicher überlegen. Als wie entscheidend man diesen Nachteil für die eigenen Kreativprojekte empfindet, muss letztendlich natürlich jeder selbst entscheiden.

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Wasserlösliche Wachspastelle
Wasserlösliche Wachspastelle sind meine neueste Entdeckung auf dem Gebiet der wasservermalbaren Farben. Obschon ich sie aus dem Kleinkinderbereich schon länger kenne (die "Woodys" von Stabilo sind ganz hervorragende wasservermalbare Wachsstifte für die Allerkleinsten), habe ich Wachspastelle für den Künstler-/Scrapboock-/Stempelbereich erst vor Kurzem für mich entdeckt. Auch sie sind sehr vielfältig verwendbar, mir allerdings gefallen sie besonders gut aufgrund ihres weichen Farbauftrags, der sie vor allem für großflächige Arbeiten und Hintergrundgestaltungen prädestiniert, und wegen ihrer unglaublichen Farbintensität. Es ist auch möglich, Stempel direkt mit Wachspastellen einzufärben und durch Befeuchten mit Wasser Stempelabdrücke im Aquarellstil erzielen. Zudem lässt sich die Farbe wie bei Aquarellstiften mit einem feuchten Pinsel direkt von der Miene aufnehmen, sodass das Erstellen filigraner, detaillreicher Kolorationen mit diesem Malmedium ebenfalls denkbar ist.

Die vielleicht beliebtesten wasservermalbaren Wachspastelle sind die inzwischen in 126 Farbtönen erhältlichen Neocolor-II-Stifte von Caran D'Ache. Ihr hoher Pigmentanteil macht sie sehr ergiebig. Allerdings zählen sie auch zu den teureren Wachspastellen. Andere Künstlerfarbenhersteller, z.B. Lyra, haben ebenfalls wasserlösliche Wachspastelle im Angebot. Und auch von Stampin' Up gab es mit den Watercolor Wonder Crayons bis vor einigen Jahren eine eigene Wachspastell-Serie.

Neocolor-II-Wachspastelle von Caran D'Ache

Karte deren Hauptmotiv zunächst mit wasserfesten Neocolor-I-Stiften
skizziert und dann mit wasserlöslichen Neocolor-II-Stiften koloriert wurde.


Eine Besonderheit unter den wasserlöslichen Wachspastellen sind die sogenannten Gelatos von Faber Castell. Die Deutschland nur als Import erhältlichen Farbsticks ähneln Lippenstiften und werden ähnlich wie diese aus dem sie umhüllenden Plastikröhrchen herausgedreht. Gelatos sind so weich, dass sie sich schon mit den Fingern hervorragend mischen und verwischen lassen. Dadurch, dass sie wasserlöslich sind, kann man aber auch ganz tolle Aquarelleffekte mit ihnen erzielen. Insgesamt werden sie eher zum großflächigen Arbeiten im Bereich des Art Journaling oder zum Einfärben von Stempelgummis verwendet. Die Koloration von Stempelmotiven ist damit aber sicher auch möglich.


Gelatos von Faber Castell

Art-Journal-Seite für deren Hintegrundgestaltung Gelatos verwendet wurden.

Ein kleiner Nachteil von Wachspastellen ist, dass die meisten anderen Farben und Tinten nur schlecht auf der Wachsschicht haften, die sie auf dem Papier zurücklassen. Je nach Verwendungszweck sollte man das vor dem Gebrauch bedenken. 


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Wasservermalbare Marker
Neben Aquarellstiften und Wachspastellen gibt es auch mit wasserlöslicher Tinte gefüllte Marker. Dazu zählen neben Distress Markern (die dieselben Eigenschaften aufweisen wie die weiter oben vorgestellten Distress Inks), u.a. die Stampin' Write Marker von Stampin' Up und die Dual Brush Pens der Firma Tombow. Anders als bei Aquarellstiften liegt das wasservermalbare Pigment in ihnen in flüssiger Form vor. Dadurch lassen sie sich wie klassische Aquarellfarben auf nicht porösen Oberflächen (Keramikschale, CD etc.) sehr gut mischen und ähneln diesen auch ansonsten in vielerlei Hinsicht in der Handhabung.

Wasservermalbare Marker verschiedener Hersteller

Insbesondere die in 96 Farbtönen erhältlichen Tombows werden ihrer flexiblen Pinselspitze wegen auch gerne zum Kalligrafieren benutzt. Viele Anwender lieben sie für ihren kräftigen, leuchtenden Farbauftrag, der mit anderen Markertypen nicht erreicht werden kann. Allerdings sei gerade auch deswegen an dieser Stelle noch einmal auf die mangelnde Lichtechtheit von in Wasser gelösten Farbstoffen hingewiesen. Mit solchen Farben kolorierte Motive können, insbesondere wenn sie starker UV-Strahlung ausgesetzt sind, über die Jahre stark verblassen. Der große Vorteil der Tombows vor allen anderen hier vorgestellten Aquarellmarkern sehe ich in dem satten, mühelos und weich vermalbaren Farbauftrag.

Mit Tombow-Markern kolorierte Szene

Stampin' Write Marker ähneln den Tombows in vielerlei Hinsicht, möglicherweise werden sie sogar auch von Tombow produziert. In ihrer Handhabung sind sie jedenfalls identisch. Neben einem mit Wasser getränkten Aquarellpinsel kann man zum Vermalen beider Markerarten sogenannte Blender Pens verwenden, die mit einer wasserähnlichen Flüssigkeit gefüllt sind. Im direkten Vergleich zu den Tombows magelt es den Stampin' Write Markern meiner Ansicht nach aber an Farbbrillanz, sie scheinen weniger stark pigmentiert zu sein als die Tombows und wirken auch viel trockener als diese, wodurch sie sich nicht so mühelos und weich vermalen lassen. Allerdings kann man sie anders als die Tombows mit den Nachfüllern der Stempelkissen von SU wieder auffüllen. Die Dual Brush Pens von Tombow sind nicht nachfüllbar.


Für diese Karte wurde das Stempelgummi zweifarbig mit
Stampin' Write Markern eingefärbt und dann abgestempelt.

Ebenso wenig nachfüllen lassen sich die in 49 Fartönen erhältlichen Distress Marker von Ranger. Die in ihnen enthaltene Flüssigkeit ist nämlich nicht identisch mit den Distress Re-Inkern oder Stains, sondern basiert auf einer eigenen Rezeptur. Das führt auch dazu, dass einige Marker in der Farbgebung bei direktem Vergleich deutlich von den Stempelfarben gleichen Namens abweichen. Daher können Distress Marker anders als etwa Stampin' Write Marker nicht zur Korrektur von ungenau gestempelten Motiven in der identischen Distress-Ink Farbe verwendet werden. Ebenfalls unschön ist die deutlich zu erkennende Farbverschiebung von der trockenen zur wasservermalten Farbe bei einigen Farbtönen. Besonders deutlich wird das bei Ripe Persimmon, ein sattes Rotorange, das nach der Berührung mit Wasser erstaunlicherweise einen flamingopinken Farbton annimmt.

Auch die Memento Marker des japanischen Herstellers Tsukineko enthalten Stempelfarbe auf Wasserbasis. Zum Aquarellieren sind sie jedoch denkbar ungeeignet, da das besondere Merkmal der Mementos - ihre schnelle Trocknungszeit - diesem Verwendungszweck ganz klar im Weg steht. Gut geeignet sind diese Marker, um ungenau gestempelte Motive auszubessern und Stempel direkt einzufärben. Nach Aufnehmen der Markerfarbe mit einem Pinsel lassen sich mit den Memento Markern zwar auch kleinere (allerings eher blasse) Aquarellkolorationen realisieren, wer aber ernsthaft mit dem Gedanken spielt, Aquarellkolorationen mit Markern zu erstellen, sollte von den Mementos die Finger lassen.

Die hier beschriebenen wasservermalbaren Marker sind übrigens nicht zu verwechseln mit Markern auf Alkoholbasis wie Copics, Promarker, Delta-Marker etc. Auch mit ihnen wird in der Stempelszene viel koloriert, da sie aber alkoholbasiert sind, werde ich an dieser Stelle nicht näher auf sie eingehen.

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Am Ende dieses Beitrags möchte ich noch einmal betonen, dass ich alles andere als eine Expertin auf dem Gebiet der Künstlerfarben bin. Es gibt ganz gewiss Menschen, die sich besser mit Farben und Pigmenten auskennen als ich und andere, die weitaus besser kolorieren können. Da ich bislang nirgends im Netz eine Produktübersicht wie die vorliegende gefunden habe, habe ich mich trotz meiner rudimentären Kenntnisse entschieden, obigen Text zu schreiben. Sollte er Fehler und/oder grobe Lücken enthält, bitte ich jeden, dem sie auffallen, mich schonungslos zu korrigieren.

Dienstag, 16. September 2014

Liebster-Award

Vor ein paar Tagen hat Ellen von LIBellenZAUBER meinen Blog für den "Liebster-Award" nominiert. Puh, da war ich erst mal ganz baff. Ein Award für mich und meinen Blog - einfach so? Ich kann's noch gar nicht fassen. Danke, liebe Ellen, dass du an mich gedacht hast!
A few days ago Ellen at LIBellenZauber nominated by blog for the Liebster award. At first, I could hardly believe it. An award for me and my blog - out of the blue? I'm really honored. Thanks, Ellen, for choosing me.



Ziel dieser Ehrung ist es, unbekannteren Blogs (mit weniger als 200 Lesern), etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Dazu werden zehn Fragen gestellt, die der/die Nominierte nach Belieben beantworten darf. Anschließend kann man sich selbst zehn Fragen für seine Favoriten ausdenken und fünf weitere Blogs nominieren.
The award is designed to forward more attention to new and unfrequented blogs (with less than 200 regular readers). The nominator choses ten questions he or she likes his/her nominees to answer. After having answered these questions the nominees themselves nominate five further bloggers and put them ten other questions.

Ich finde diese Idee ganz nett und mache darum gerne mit. Hier meine Antworten zu Ellens Fragen:
I really like that idea and happily answer Ellen's questions:

1. Wie bist Du zum Bloggen gekommen? What made you start to blog?
Ich fühlte mich in meinem Umfeld etwas allein mit meinem Hobby und habe über den Blog eine Möglichkeit gesucht, mich mit Gleichgesinnten auszutauschen - ein Plan, der ganz gut aufgegangen ist, muss ich sagen.
In my usual environment I had no one who shared my hobby, thus, with my blog I tried to get into touch with other crafties - a plan that worked out perfectly I must admit.

2. Wie beschreibst Du Dich in 3 Worten? Describe yourself in three words.
Kölsche Perfektionistin, farbverliebt
Kölsch perfectionist, color lover. (In German this can be said in three words ;) The word „kölsch“ is plurivalent and unfotunately untranslatable, in my context it describes the mind-set of the people living in Cologne, usually „a kölsch perfectionist“ would be a contradicition in terms, nonetheless, for me it’s kind of true, I’d say.)

3. Welches ist Deine liebste Jahreszeit und warum? What's your favorite season? Why?
Frühjahr und Herbst, die Zeiten von Neubeginn und Vergänglichkeit.
Spring and autumn, the seasons of growth and transitoriness.

4. Shoppst Du lieber online oder im Laden? Where do you prefer to shop, locally or online?
Online, da habe ich mehr Ruhe.
Online, to me that’s much more relaxed.

5. Welches Land würdest Du gern bereisen und warum? What country would you love to travel to and why?
Am liebsten die ganze Welt. Anfangen würde ich damit derzeit wohl in Irland.
Preferably the whole world. Presently, though, I’d begin in Ireland.

6. Was sind Deine Hobbys? What are your hobbies?
Basteln, lesen, Mama sein - nicht unbedingt in der Reihenfolge :)
Crafting, reading, being a mum – not necessarily in that order :)

7. Kochen oder bekochen lassen? What do you prefer, cook yourself or let others cook for you?
Ich mag beides, aber meist bin ich die Köchin.
I like both, but mostly I’m the cook.

8. Was ist Dein Lieblingsgericht bzw. welche Richtung ist beim Essen Deine Liebste? (Griechisch, chinesisch, italienisch,....) What's your favorite food or what kind of cuisine (Greek, Chinese, Italian) do you prefer?
Wenn's schmeckt und mit Liebe gemacht ist, sind mir alle Küchen lieb.
If the meal tastes good and is made with love, I like all foods whatsoever.

9. Was begeistert Dich beim Bloggen am meisten? What do you like most about blogging?
Der Austausch mit Gleichgesinnten.
Getting into contact with other crafters.

10. Welche Richtung von Blogs liest Du am liebsten? What kind of blogs do you love to read best?
Alle, in denen es um die kreative Verarbeitung von Farben und Papier geht.
All blogs about the creative use of colors and paper.

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Und hier nun meine zehn Fragen:
1. Seit wann blogst du und warum?
2. Was sagen deine Verwandten und Freunde zu deinem Blog?
3. Hast du einen ausgesprochenen Lieblingsblog?
4. Was muss ein Blog haben, damit er dir gefällt?
5. Hast du ein Lieblingsbuch?
6. Hast du einen Lieblingsfilm?
7. Was ist deine Lieblingsfreizeitbeschäftigung?
8. Gibt es irgendetwas, das du besonders gerne magst?
9. Gibt es irgendetwas, das du gar nicht leiden kannst?
10. Wenn eine gute Fee vorbeikäme, um dir drei Wünsche zu erfüllen, was würdest du ihr sagen?
So here are my ten questions
1. When did you start to blog and why?
2. What do your relatives and friends think about your blogging?
3. Do you have a favorite blog?
4. What does a blog have to be like to please you?
5. Do you have a favorite book?
6. Do you have a favorite film?
7. What is your favorite leisure activity?
8. Is there something your really love?
9. Is there something you really hate?
10. If a fairy came to you and promised you to fullfill three wishes for you, what would you tell her?

Da ich nicht so viele Blogger mit wenigen Lesern kenne, die sich nicht explizit gegen Award-Nominierungen ausgesprochen haben, ist die Liste meiner Nominierungen recht kurz:

Susanne Rose mit ihrem Blog Papierkleckse
Jessa mit ihrem Blog Useless Trinkets und
Mareikje mit ihrem Blog Mein kreatives Ich

Bitte versteht diesen Award als nette Chance, nicht als lästiges Muss. Wenn ihr keine Lust hab, mitzumachen, ist das völlig in Ordnung.

As I do not know a lot of bloggers who do not yet have a lot of readers and have not explicitly asked not to be ... with an award my list of nominees is quite short:

Susanne Rose and her blog Papierkleckse
Jessa and her blog Useless Trinkets and
Mareikje and der blog Mein kreatives Ich 

Please understand this award as chance not as chore. If you do not want to participate that’s absolutely okay.

Montag, 15. September 2014

Gastdesignerin bei der Stempelküche-Challenge - Jippie!

Hallo, ihr Lieben, heute darf ich es endlich verraten: Im Oktober bin ich Gastdesignerin bei der Stempelküche-Challenge.
Hi everyone, today I may finally reveal it: in October I'll be guest designing for the Stempelküche Challenge.  




Die Stempelküche gehört schon seit geraumer Zeit zu meinen allerliebsten Online-Shops für Clear Stamps und Stempelzubehör. Als Carolin, die Inhaberin der Stempelküche, letzten Monat einen eigenen Challenge-Blog startete, war ich schon total begeistert. Als sie mich dann vor einigen Tagen auch noch anschrieb und fragte, ob ich als Gastdesignerin bei ihr mitmachen wolle, war ich völlig aus dem Häuschen. Natürlich will ich, was für eine Frage! 
For quite some time the Stempelküche is one of my favorite online shops for clear stamps and stamp accessories. I was already thrilled when Carolin, the owner of Stempelküche, started her own challenge blog last month. But when she mailed me a few days ago and asked me if I'd like to guest design for her challenge I was absolutely beside me. Of course I agreed, no doubt about it.

Wenn ihr auch gerne CAS-Karten werkelt und Lust auf eine neue Challenge habt, dann schaut doch mal rein bei Carolins Challenge-Blog. Ich bin jedenfalls schon ganz gespannt auf die nächste Herausforderung, die uns dort geboten wird.
If you too love to create CAS cards and are in the mood for a new challenge, go and have a look at Caroline's challenge blog. I, by all means, can hardly wait to see with what she's going to challenge us next.

Freitag, 12. September 2014

Congratulation Tilda zum Geburtstag

Letztens benötigte ich wieder einmal ein schnelles Geburtstagskärtchen. Und weil ich unbedingt meinen neuen Cardstock von Simon Says Stamp mit meinen Copics testen wollte, kam dieses CAS-Kärtchen mit Magnolia-Motiv dabei heraus. (Entschuldigt das etwas rotstichige Bild. Keine Ahnung, wie das passiert ist, aber selbst intensives Nachbearbeiten hat den Farbstich nicht ganz verschwinden lassen.)
Recently, I again had to make a quick birthday card. And as I had been waiting for a chance to try out my new Simon Says Stamp cardstock with Copics I created this CAS card with a cute Magnolia stamp. (Sorry for the poor red tint of my image. I really don't know how this happened but even heavy editing couldn't eliminate it completely.)


Mit der Koloration bin ich nicht ganz so zufrieden. Der Faltenwurf des Kleides ist mir ziemlich misslungen. Ich entschuldige mich damit, dass ich lange nicht mehr mit Copics gearbeitet habe und auch etwas unter Zeitdruck stand, als ich an dem Kärtchen arbeitete.
I'm not fully satisfied with the coloring. I didn't do a good job with the folds of the dress. My excuse is that I hadn't done any Copic coloring in an long time and worked somewhat under pressure when creating the card.


Das Papier hat mich hingegen vollauf überzeugt. Ich habe es nach langem Zögern extra in Amerika bestellt, weil ich ein Papier haben wollte, auf dem man mit Copics kolorieren kann, ohne dass die Markerfarbe auf der Rückseite des Papiers durchschlägt. Auf diversen amerikanischen Blogs hatte ich gelesen, dass genau das auf einem speziellen Cardstock von Simon Says Stamp möglich sei. Und was soll ich sagen - es stimmt. Hier ist das Beweisfoto:
The paper, however, totally convinced my. After much hesitation I finally ordered it in the US. I had long been looking for a cardstock I can work on with Copics without the marker color bleeding through the paper, and on various American paper crafting blogs I read that just that is possible on a certain cardstock sold by Simon Says Stamp. And all I can say is - it's true. Here's the photographic proof.


Trotz wirklich intensiven Farbeinsatzes ist die Koloration auf der Rückseite des Papiers nur zu sehen, wenn man die Karte gegen das Licht hält. Ansonsten sieht man nur weißes Papier. Genial, endlich kann ich auch One-Layer-Karten mit Copic-Koloration gestalten.
Despite the heavy use of color in some spots the image did not bleed through on the back of the paper and can't even be seen there unless you hold the card up against the light. Brilliant - finally, I, too, can create one layer cards with Copics!


Und hier noch einmal die nicht ganz so gelungene Koloration von Nahem:
And here's a final close-up of my not so brilliant coloring:



Challenges:
ATSM: #112 Make your Mark
Stempelküche-Challenge: #2 Geburtstag








Stempel: Magnolia "Congratulation Tilda", Mias Stempelküche "Alles Gute zum Geburtstag"
Stempelkissen: Memento "Tuxedo Black"
Cardstock: Simon Says Stamp "White Cardstock 120 lb Base Weight"
Farben: Copics
Sonstiges: dunkelrotes Satinband, Perlen-Pen "Kiwi"

Samstag, 6. September 2014

Art Journaling - Micky & Minnie

Diese Art-Journal-Seite hat mich ein paar Nerven gekostet, aber zu guter Letzt bin ich doch ganz zufrieden damit.
This art journal page didn't come together easily, but in the end I'm quite satisfied with it.


Kennt ihr das auch? Manchmal geht mit ganz viel Eifer an irgendetwas Neues heran, werkelt freudig drauflos, aber mit dem Ergebnis kann man irgendwie nichts anfangen. So ging es mir mit dem Hintergrund dieser Art-Journal-Seite. Ich habe mich hier am Stempeln mit meiner Gelli-Platte versucht und hatte während des Arbeitens sehr viel Spaß. Als die Seite fertig und die Farbe getrocknet war, konnte ich mit dem Ergebnis allerdings gar nichts anfangen. Die No-Name-Farben, die ich verwendet hatte, wirkten nach dem Auftrocknen viel zu stumpf und trotzdem zu intensiv. Eine Schicht Gesso zum Abmildern der Farbintensität tat zwar ihre Wirkung, dennoch war ich nicht zufrieden mit der Seite und legte sie auf unbestimmte Zeit zur Seite.
Are you familiar with this? Sometimes you approach something new with huge enthusiasm, start crafting diligently, but when you're ready you don't really know what to do with it. That's what I felt about the background of this art journal page. I experimented with gelli plate stamping here and had a lot of fun doing so. But when the background was ready and the paint dry I didn't know how to go on. The cheap paints I used looked both blunt and too bold at the same time. A layer of gesso to tone down the intensity did help a little bit, however I still wasn't satisfied with the outcome of the page and put it away for the time being.


Und dann bekam meine Tochter zum Geburtstag von ihrem Patenonkel ein in ganz herrliches Disney-Paper eingewickeltes Geschenk. Die Motive darauf, schrien einfach danach, in meinem Art Journal verarbeitet zu werden. Und so kramte ich die ungeliebte Seite wieder hervor.
And then my daughter got a birthday present from her godfather wrapped into this beautiful Disney gift wrapping paper. The images on this paper simply called for being immortalized on an art journal page. That's when I dug out the disdained background again.


Leider blickten Minnie und Micky auf dem Geschenkpapier beide in dieselbe Richtung, daher habe ich die Bilder erst einmal eingescannt und digital gespiegelt. Anschließend habe ich jedes Motiv zweimal ausgedruckt: je einmal nach links und einmal nach rechts ausgerichtet. Die Kombination mit dem nach rechts blickenden Micky und der nach links stapfenden Minnie machte schließlich das Rennen.
Unfortunately, on the gift wrapping paper Minnie and Micky both looked into the same direction. Therefore, I scanned the images and mirrored them digitally. Afterwards, I printed out both images twice: each looking once to the left and once to the right side. In the end I opted for Micky looking to the right and Minnie stomping to the left.


Nachdem ich die Motive aufgeklebt hatte, zeichnete ich mit einem schwarzen Molotow-Marker (der mich extrem enttäuscht hat, weil sich erschreckenerweise als NICHT wasserfest erwies und beim Kontakt mit Gelmedium sofort verschmiert ist), das Hintergrundraster ein, das stilistisch an eine Comicseite erinnern soll, und setzte einen Rahmen um die beiden Hauptmotive. Anschließend brachte ich den Titel und die Spruchstempel auf und fügte mit roten Pitt Artists und Big Brush Pens ein paar Schattierungen hinzu.
After I stuck the images onto my page I drew the background grid thought to be reminiscent of a comic book page with a black Molotow marker (which heavily dissapointed me as it extremly smeared when getting into contact with gel medium although its advertised as being waterproof) and a created frame around my two main images. After that I applied the title, stamped the other text stamps and added some shadows using Pitt Artist and Big Brush pens.



Die Buchstabenstempel, die ich auf dieser Seite verwendet habe, stammen übrigens alle von Lawn Fawn, und die genialen Spruchstempel sind aus zwei verschiedenen Klartext-Stempelsets von Dani Peuss.
By the way, all the alpha stamps I used on this page are made by Lawn Fawn. The brilliant greetings are from two different Klartext stamp sets by Dani Peuss.

Ich teile diesen Post bei Balzer Designs Art Journal Every Day und Dion Diors Friday Sketches.
I'm submitting this post to Balzer Designs' current Art Journal Every Day post and Dion Dior's Friday Sketches.

Challenges:
Simon Says Stamp Monday Challenge: Bold

Stempel: Lawn Fawn "Quinn's ABCs" und "Claire's ABC", Klartext "Du Du Du" und "toll"
Stempelkissen: Archival "Jet Black" und "Manganese Blue"
Farben: Copics, Pitt Artists Pens, Stamper's Big Brush Pens, Discounter-Acrylfarben, Molotow-One4All-Marker
Album: Moleskine Skizzenbuch
Sonstiges: Perfect Coloring Paper, Gesso, Gelmedium gloss, Gelli Arts "Gel Printing Plate", Farbwalze, diverse selbst gestaltete Schablonen

Mittwoch, 3. September 2014

Get Well, kleines Monster

Christine von Create a Smile Stamps hat wieder zum DT-Call aufgerufen, diesmal ist ein Gastdesignerplatz für den Monat Oktober zu vergeben. Klar, dass ich wieder dabei bin. Diesmal versuche ich mein Glück mit dieser Karte:
Christine of Create a Smile Stamps has started another DT call, this time she's looking for a guest designer for the month of October. Of course I do have to try my luck again, this time I'm in with this card:


Eigentlich sind Monster ja nicht so mein Ding, aber bei dem kleinen Kerl musste ich gleich an eine Genesungskarte denken. Für den Hintergrund habe ich eine Sonnenstrahlen-Schablone verwendet, die ich mit meiner Cameo ausgeschnitten habe. Statt eines Schwämmchens habe ich zum Auftragen der Stempelfarbe einen Pinsel verwendet, wodurch ein noch weicherer Farbauftrag mit sehr soften Übergängen entstanden ist. Den dunkelgrauen Kartenrohling habe ich mit einem Hintergrundstempel von Impression Obsession aufgepeppt. Damit das Ganze noch ein etwas fröhlicher wirkt, habe ich zu guter Letzt noch ein paar selbst gemachte Enamel Dots und einen Streifen Washi-Tape hinzugefügt. Grob orientiert habe ich mich für die Gestaltung der Karte am aktuellen Sketch von CAS(E) this Sketch. Außerdem passt die Karte zum Thema der neuen ATSM-Challenge.
Actually, I'm not a huge monster fan, but seeing this cute little guy I instantly thought of a get well card. For the background I used a sun ray stencil I cut out with my Cameo. Instead of a sponge I used a paintbrush to apply the ink. That way, the color faded out much softer giving a much smoother impression of the image. To spice up the dark gray card base I used a background stamp by Impression Obsession. And to make everything look more bright and cheerful I stuck on some hand made enamel dots and a small stripe of washi tape, too. For the overall card design I let myself be roughly guided by the current sketch at CAS(E) this Sketch. The card also matches the theme of the new ATSM challenge.
















Challenges:
CAS(E) this Sketch: #90
Addicted to Stamps and More: #111 Anything Goes

Stempel: Create A Smile "Monster"-Freebie, Stampin' Up "Ein Duftes Dutzend", Impression Obsession "Thin Stripes"
Stempelkissen: Memento "Tuxedo Black", Stampin' Up "Osterglocke", Hero Arts "Soft Granite", Avery Elle "Aquamarine"
Cardstock: Karteikarte, Aldi
Farben: Copics
Sonstiges: Washi-Tape, selbst gemachte Enamel Dots, Glossy Accents, Wackelaugen, Embossingpulver in clear

Montag, 1. September 2014

Honey Bunny - Zwei Häschen zum Hochzeitstag

Diese Karte hat mein Schatz kürzlich von mir zum 10. Hochzeitstag bekommen:
This card I recently gave to my hubby as we celebrated our 10th wedding anniversary:


Eigentlich wollte ich damit bei der August-Challenge von Mama Elephant and Me teilnehmen, aber als die Karte fertig war, fiel mir auf, dass dort nicht nur Karten mit Aquarelltechnik, sondern ganz konkret Geburtstagskarten mit Aquarelltechnik gefragt waren. Das passte dann leider nicht mehr. Zum aktuellen Thema Farbverlauf bei Keep It Simple passt die Karte allerdings wunderbar, also mache ich jetzt einfach da mit ;) .
Originally, I wanted to submit it to the August challenge at Mama Elephant and Me, but only when the card was ready I realized that they didn't just ask for watercolor cards there, but for watercolor birthday cards. So sadly my card didn't fit the theme. It does however fit the theme of the current challenge at Keep It Simple which is Ombre, thus I simply submit my card there ;) .


Die Karte mit den süßen Häschen aus dem Mama-Elephant-Set "Honey Bunny" enthält sogar gleich zwei Farbverläufe: einen am Himmel (von Dunkelblau bis Hellviolett), den zweiten am Boden (von Dunkeloliv bis Helloliv). Gestaltet habe ich die Verläufe mit Distress Inks (Milled Lavender, Dusty Concord, Stormy Sky, Chipped Sapphire, Crushed Olive, Peeled Paint, Forest Moss). Die Häschen sind mit Tombow Markern koloriert (027 Dark Ochre, N65 Dark Grey 5, 933 Orange, 925 Scarlet, 173 Willow Green, 346 Sea Green).
The card with the cute bunnies from the Mama Elephant set "Honey Bunny" even contains two gradients: one for the sky (from dark blue to light violet), the other one for the ground (from dark to light olive). Those gradients were made with Distress Inks (Milled Lavender, Dusty Concord, Stormy Sky, Chipped Sapphire, Crushed Olive, Peeled Paint, Forest Moss). The bunnies are colored with Tombow Markers (027 Dark Ochre, N65 Dark Grey 5, 933 Orange, 925 Scarlet, 173 Willow Green, 346 Sea Green).


Challenges
Keep it Simple: #47 Farbverlauf/Ombre 
Simon Says Stamp Wednesday Challenge: Anything Goes


Stempel: Mama Elephant "Honey Bunny"
Stempelkissen: Versafine "Onyx Black"
Cardstock: Neenah "Solar White", Aldi, Canson "Illustration" (Aquarellpapier)
Farben: Tombow Dual Brush Pens, Distress Inks
Stanzen: SU "Herz", Spellbinders "Classic Circles large"
Sonstiges: Embossing-Pulver in clear, Gesso